Bewirtschaftung

Die Kuhalp der Alp Tschingelfeld wird von der Familie Grossmann bewirtschaftet.

Insgesamt wird auf vier verschiedenen Etagen - auch Staffel genannt - gemolken und gekäst. Währendem die Bewirtschaftung der ersten beiden Staffel - Schweibe und Weri/Mittlesten - mit einem Allradfahrzeug möglich ist, sind die zwei oberen Staffel - Oberberg und Kühberg - nur zu Fuss erreichbar. Die Marschzeit beträgt 40 min.

Die Familie Grossmann ist verantwortlich für 60 - 70 Milchkühe, von dessen Milch bester Berner Alpkäse AOP hergestellt wird. Zusätzlich wird Butter und Ziger hergestellt. Mit der übrig gebliebenen Molke werden alle Jahre 14 Alpschweine gemästet. Diese erzeugen erstklassiges Fleisch.

Nebst den Milchkühen sind noch rund 70 Stück Galt- und Jungvieh auf der Alp Tschingelfeld. Dazu kommt noch die Ziegenalp. Diese wird von der Familie Walthard mit bis zu 150 Ziegen und 300 Schafe bewirtschaftet.

Zudem klettern den Sommer durch noch 10 Burenziegen in den Felsen oberhalb des Wanderweges. Durch die Tiervielfältigkeit kann die Alp sehr variabel bewirtschaftet werden.

 

Während auf dem Oberberg und Kühberg gemolken wird - Juli und August -, betreibt die Familie Grossmann ein kleines Alpbeizli mit Übernachtungsmöglichkeiten.

 

Zudem ist die Alp Tschingelfeld stolze Partneralp von Kuhleasing.

Kuhleasing - Was ist das?

Lage

Zwischen dem Faulhorn und Schwarzhorn entspringt der Giessbach in einem Tal namens Tschingelfeld.

 

Die Quelle dieses bekannten Wildbaches auf der Südseite des Brienzersees befindet sich unterhalb des Blauigletschers und am Fusse des Wildgärsts.

Die Alp Tschingelfeld ist von drei Seiten erreichbar.

Zum einen von Brienz aus, über die Axalp, dann zu Fuss dem Bergwanderweg entlang Richtung Grindelwald/First bis Oberberg.

Aber auch von der Grindelwaldseite her ist die Alp Tschingelfeld zu Fuss dem Bergwanderweg entlang gut erreichbar. Grindelwald/First - Bachalpsee - Hagelsee - Oberberg.

Als letztes führt ein Bergwanderwag vom Rosenlaui/Schwarzwaldalp Richtung Wildgärst, bis auf die Wart. Von dort aus Richtung Axalp/Lütschentelti bis Oberberg.

 

Das zu Fuss von verschiedenen Seiten erreichbare Ziel Oberberg liegt auf 1911 m.ü.M. Von dort aus sind schon so manche schöne, gar kitschige Sonnenuntergänge bestaunt und genossen worden. Die Abendstimmung über dem Augstmatthorn und dem Hohgant ist bezaubernd. Durch die kesselartige Form der Alp Tschingelfeld sind heftige und lang andauernde Sommergewitter keine Ausnahmen.

Die Alp erstreckt sich von 1600 - 2900 m.ü.M. so kann es gut mal vorkommen dass die Weiden und Felsen morgens mit einem Schneeflaum überzuckert sind.

Mit rund 840ha, von denen der grösste Teil bewirschaftet wird - mit Kühen, Rinder, Ziegen und Schafen -, kann man sie sicherlich als Gross bezeichnen.

Mit dem Schwarzhorn grenzt der höchstgelegen Brienzer Berg an die Alp Tschingelfeld, zudem befindet sich mit Hexen- und Hagelsee, zwei wunderbare Bergseeen auf Tschingelfelder Boden.

Tschingelfeld ist weitherum bekannt für die vielen sauberen und sicheren Wasserquellen. So wird zum Beispiel die Wasserversorgung des Touristenortes Axalp, mit Tschingelfelder Wasser sichergestellt.

Ein weiteres Markenzeichen ist sicherlich die massive Westflanke den Gärsten, aber auch die Rückseite des Tierwangs - Die Mittagswand - trägt dem Wiedererkennungswert bei.

Im Winter ist die Alp Tschingelfeld nur sehr schwer zu erreichen. Durch ihre grossen Gräben und steilen Hängen wird vor allem der Zugang erschwert durch die Lawinengefahr.